Wie gelingt digitale Weiterbildung in der Produktion? Genau dieser Frage widmete sich der 5. PAL-Stammtisch „Digitalisierte Personalentwicklung“ am 14.04.26 in Neukirch.
Praxis, die hängen bleibt
Einige Ansätze sorgten besonders für Gesprächsstoff. Dazu gehörte ein Lernarbeitsplatz in der Montage, der mit einem Kamerasystem zum Einlernen neuer Tätigkeiten arbeitet. Dahinter steckt die Idee, Mitarbeitende gezielt zu unterstützen, etwa durch visuelle Hinweise oder Lernhilfen direkt am Arbeitsplatz. Lernen und Arbeiten verschmelzen hier zu einem kontinuierlichen Prozess.
Ein weiterer Punkt, der vielen im Gedächtnis blieb: Mitarbeitende verfügen über eigene klar definierte Einsatzbereiche, bleiben aber flexibel einsetzbar. Diese Kombination aus Struktur und Beweglichkeit erleichtert nicht nur die Planung, sondern unterstützt auch individuelle Entwicklungspfade.
Anlernen neu gedacht
Beim Thema Qualifizierung wurde deutlich, wie wichtig durchdachte Lernkonzepte sind. Besonders spannend war der Ansatz, Knackpunkte in Arbeitsanweisungen bewusst zu begründen. Statt nur „wie“ wird bewusst auch das „Warum“ vermittelt und führt zu einem nachhaltigen Verständnis.
Ergänzt wird das durch das 3-Stufen-Lernen:
- Vormachen
- Gemeinsam durchführen
- Selbstständig anwenden
Mitarbeitende aktiv einbinden
Ein zentrales Thema des Stammtischs war die Beteiligung der Belegschaft. Der kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP) bietet die Möglichkeit, dass Mitarbeitende Probleme direkt erfassen und Lösungsansätze einbringen können nach dem Muster: „Das ist mein Problem – könnte das eine Lösung sein?“ Das steigert nicht nur die Effizienz, sondern auch die Motivation, sich aktiv einzubringen.
Zum Abschluss lud der PAL on Tour Bus dazu ein, aktuelle Forschungsergebnisse kennenzulernen und in den gemeinsamen Austausch zu gehen.
© Fotos: Sarah Kelschebach
