Die Hannover Messe 2026 bot eine hervorragende Gelegenheit, das Projekt PerspektiveArbeit Lausitz (PAL) einer breiten Fachöffentlichkeit vorzustellen. Am Stand des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) in Halle 11, Stand B59 präsentierte sich PAL als neues Kompetenzzentrum für die Arbeit der Zukunft in Sachsen und Brandenburg, Abbildung 1. Ziel des Projekts ist es, Unternehmen in der Lausitz im Zuge des Strukturwandels gezielt zu unterstützen und ihnen den praxisnahen Zugang zu modernen Technologien zu eröffnen.
Im Mittelpunkt stehen dabei die praktische Erprobung innovativer, menschzentrierter Lösungen, die Qualifizierung von Beschäftigten sowie der Aufbau regionaler Innovationskompetenz. Die zahlreichen Gespräche mit Fachbesucherinnen und Fachbesuchern aus dem In‑ und Ausland zeigten deutlich, wie groß der Bedarf an einfach anzuwendenden und wirtschaftlich tragfähigen Automatisierungslösungen gerade für kleine und mittlere Unternehmen ist.
Praxisnahe Automatisierung zum Anfassen
Zentraler Bestandteil unseres Messeauftritts war der mobile Schweißdemonstrator. Dieser Demonstrator basiert auf einem kollaborierenden Roboter und verdeutlicht, wie sich Schweißprozesse in der Kleinserienfertigung effizient automatisieren lassen. Durch intuitive Programmiermöglichkeiten –über Free‑Drive‑Funktionen in Kombination mit Bedienelementen am Panel – konnten Besucherinnen und Besucher selbst einfache Schweißbahnen programmieren, siehe Abbildung 2. So wurde anschaulich, wie niedrigschwellig der Einstieg in die Robotik für den Mittelstand gestaltet werden kann.
Abbildung 1: PAL-Team mit dem mobilen Schweißdemonstrator auf dem Stand des BMFTR auf der Hannover Messe 2026
Der mobile Schweißdemonstrator steht exemplarisch für den Ansatz von PAL, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Automation und Robotik für Unternehmen in der Lausitz konkret nutzbar zu machen. Damit greift das Projekt zentrale Inhalte der Hightech‑Agenda Deutschland auf, die Künstliche Intelligenz als eine der Schlüsseltechnologien für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit definiert. Der Transfer dieser Technologien in die betriebliche Praxis – insbesondere in kleinen und mittleren Unternehmen – ist ein wesentlicher Baustein dieser Strategie.
Abbildung 2: Einfaches Programmieren der Schweißbahn durch Free-Drive-Funktion
Abbildung 3: Besuch der Bundesforschungsministerin Dorothee Bär am Demonstrator des Projektes PAL
Wertschätzender Austausch und starke Unterstützung
Große Anerkennung fand der Messeauftritt auch durch die Besuche hochrangiger Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung. Unter anderem informierten sich Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (Abbildung 3), Staatssekretär Dr. Rolf‑Dieter Jungk, Dr. Alexandra‑Gwyn Paetz (Leiterin der Abteilung Technologische Souveränität und Innovation im BMFTR) gemeinsam mit Holger Lösch (BDI) sowie Axel Voss, Referatsleiter für Wertschöpfung und Arbeit im BMFTR, über die Projektergebnisse. Das große Interesse an der Verwertung und langfristigen Verstetigung der Ergebnisse für Unternehmen in der Lausitz wurde von allen Beteiligten als sehr wertschätzend und motivierend wahrgenommen.
Ein besonderer Dank gilt dem BMFTR und dem Projektträger Karlsruhe (PTKA) für die Förderung des Projekts und die Möglichkeit, PAL auf der Hannover Messe 2026 zu präsentieren. Für die engagierte Unterstützung und den intensiven fachlichen Austausch vor und während der Messe danken wir insbesondere Volker Abt (BMFTR) und Dr. Matthias Kautt (PTKA).
Nachhaltige Perspektiven für die Lausitz
Mit dem neu gegründeten Verein PerspektiveArbeit Lausitz e. V. konnte während der Messe zudem ein wichtiger Schritt zur dauerhaften Verstetigung der Projektergebnisse vorgestellt werden. Ziel ist es, die entwickelten Demonstratoren, Weiterbildungsangebote und Transferformate langfristig für Unternehmen in der Lausitz verfügbar zu machen und den regionalen Wissens‑ und Technologietransfer nachhaltig zu stärken.
Der Auftritt auf der Hannover Messe 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, dass PAL ein wichtiger Impulsgeber für Innovation, Qualifizierung und technologische Entwicklung in der Lausitz ist. Wir blicken auf viele konstruktive Gespräche, wertvolle neue Kontakte und ein großes Interesse an der Gestaltung der Arbeit der Zukunft zurück – und freuen uns darauf, diesen Weg gemeinsam mit unseren Partnern weiterzugehen.
Fotos: Robert Eckardt & Christian Schmidt