Künstliche Intelligenz und datenbasierte Assistenzsysteme sind längst zentrale Bestandteile moderner Arbeitsprozesse. Doch oft stehen technische Fragen im Vordergrund – Algorithmen, Rechenleistung, Trainingsdaten. Wir von PAL wissen jedoch: Zukunftsfähige Assistenzsysteme entstehen nicht allein im Maschinenraum der Technologie, sondern vor allem durch das Zusammenspiel ganz unterschiedlicher Fachperspektiven.
Damit ein Assistenzsystem in Unternehmen wirklich unterstützt, braucht es Kompetenzen aus mehreren Welten: Datenspezialist:innen, Arbeitswissenschaftler.innen, Branchenexpert:innen, Organisationsentwicklerinnen und diejenigen, die tagtäglich mit den Anwendungen arbeiten. Sie sorgen dafür, dass ein System nicht nur technisch zuverlässig arbeitet, sondern auch den tatsächlichen Anforderungen von Beschäftigten und Betrieben entspricht.
Gerade diese Vielfalt ist für PAL ein zentraler Erfolgsfaktor. Viele Rollen bleiben in Klassischen Kl-Debatten unsichtbar – etwa die Personen, die Arbeitsabläufe kennen, Change-Prozesse begleiten oder aus Unternehmenspraxis heraus beurteilen, welche Funktionen wirklich hilfreich sind. Ihre Expertise sorgt dafür, dass Assistenzsysteme verständlich, vertrauenswürdig und anschlussfähig sind. Deshalb lassen wir in PAL diejenigen zu Wort kommen, die Kl und Assistenzsysteme aus ihrem Arbeitsalltag heraus betrachten – fachlich, pragmatisch und mit klarem Blick für Unternehmenspraxis. Ihre Stimmen zeigen: Zukunftsfähige Technologien entstehen dort, wo Expertise, Erfahrung und unterschiedliche Rollen zusammenkommen:
Prof. Dr. Julia Zähr, Hochschule Mittweida, Fakultät Ingenieurwissenschaften:
Assistenzsysteme bieten große Chancen für die Einführung von automatisierten Schweißprozessen in der Kleinserienfertigung. Dazu ist es erforderlich, dass die Systeme intuitiv programmier- und bedienbar sind und neue Rollen wie Einrichter und Bediener klar definiert werden. Herausforderungen stellen kostengünstige technische Lösungen und die Kompetenzentwicklung dar, die Chancen liegen in einer höheren Prozesssicherheit, Verbesserung der Effizienz und des Arbeitsschutzes sowie der Sicherung der Fertigung trotz Fachkräftemangels.
Alina Puhl, Westsächsische Hochschule Zwickau, Fakultät Elektrotechnik:
Für den erfolgreichen Einsatz von Assistenzsystemen sind aus meiner Sicht eine hohe Datenqualität, eine verständliche Aufbereitung der Informationen und eine gute Integration in bestehende Arbeitsabläufe entscheidend. Fachlich sehe ich große Chancen in der datenbasierten Unterstützung von Entscheidungen, bei gleichzeitigen Herausforderungen in den Bereichen Datenschutz, Systemzuverlässigkeit und Nutzerakzeptanz.
Dr. Marika Kaden, Hochschule Mittweida, Fakultät Angewandte Computer- und Biowissenschaften:
Künstliche Intelligenz verändert die Art und Weise, wie wir arbeiten und leben. KI-basierte Assistenzsysteme können dabei unterstützen, Prozesse zu optimieren und bessere Entscheidungen zu treffen. Doch wahre Innovation bedeutet mehr als nur Ergebnisse – sie bedeutet auch Verständnis. Deshalb setzen wir auf interpretierbare KI-Modelle. Unser Ziel ist es den Entscheidungsprozess nachvollziehbar zu gestalten, eine Erläuterung zu geben, wie es zu einer Empfehlung kommt und damit das Vertrauen in die Technologie zu stärken.
Cordula Noack, ETAPART AG, Tröbitz:
Die erfolgreiche Einführung von KI-Anwendungen erfordert neben einem systematischen Implementierungsprozess die aktive Einbindung der Mitarbeitenden. Eine hohe Nutzerakzeptanz ist Voraussetzung für die Realisierung der angestrebten Nutzenpotenziale und wird insbesondere durch eine menschzentrierte Gestaltung sowie einen partizipativen Einführungsprozess gefördert. Eine systemische Perspektive ist essenziell, da sie das Zusammenspiel von Technologie, Prozessen und Menschen berücksichtigt. Sie unterstützt die Integration in bestehende Abläufe und bildet die Grundlage für Skalierbarkeit sowie die nachhaltige Nutzung der Lösungen.
Dr. Christian Papsdorf, Digitalagentur Sachsen, Kompetenzstelle KI:
Kl-basierte Assistenzsysteme sind dann ein Zugewinn, wenn sie den Nutzenden ein Mehr an Freiheitsgraden ermöglichen, wenn sie menschlichen Schwachen kompensieren, wenn sie nah am Wertschöpfungskern eingesetzt werden und wenn sie auf Wunsch der Beschäftigten eingeführt werden. Bestenfalls überwinden wir bald das Zeitalter mit dem Motto „Lösung sucht Problem“. Ohne Frage werden Assistenzsysteme einen Beitrag leisten, die Zukunft der Arbeit in die Gegenwart zu überführen.
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