Wenn Forschende, Unternehmen und Verbände gemeinsam an den Herausforderungen der Arbeitswelt arbeiten, entstehen Lösungen mit echtem Praxisnutzen. Genau das wurde auf der PAL-Transferveranstaltung „Intelligente Assistenz am Arbeitsplatz der Zukunft“ am 26. August 2026 an der BTU Cottbus-Senftenberg sichtbar. Von der intelligenten Wissenssicherung über Dashboards für die Produktion bis hin zur Mensch-Roboter-Interaktion: An verschiedenen Ständen konnten die Gäste sich darüber informieren, wie aus Ideen und Forschung konkrete Lösungen für den Arbeitsalltag entwickelt wurden und werden.
Praxisnah entwickelte digitale Assistenzsysteme unterstützen Unternehmen dabei, Arbeitsprozesse effizienter, attraktiver und menschengerechter zu gestalten. Deshalb betonten Dr.-Ing. habil. Roberto Kockrow von der BTU Cottbus-Senftenberg, Dr.-Ing. Alexander Lucumi vom Projektträger PTKA und Moderatorin Sylvia Franke-Jordan von der TU Dresden bereits zu Beginn der Veranstaltung die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Forschung und Wirtschaft. Genau dieser enge Austausch war über die gesamte Projektlaufzeit hinweg ein zentrales Merkmal von PAL.
Der anschließende Praxisimpuls von Jane Ludwig, Geschäftsführerin der Grötschel GmbH, machte deutlich, welchen Mehrwert die gemeinsame Entwicklung von Lösungen in realen Unternehmensumgebungen bietet. Anhand konkreter Erfahrungen aus dem Projektalltag zeigte sie Chancen, Herausforderungen und Erfolgsfaktoren bei der Einführung digitaler Assistenzsysteme auf.
Die Ausstellung machte sichtbar, wie in PAL in enger Zusammenarbeit von Hochschulen, Unternehmen und Verbänden praxistaugliche Lösungen für reale Herausforderungen entstanden sind.
Impulse für die Arbeitswelt im Net Zero Valley Lausitz
Der anschließende interaktive Paneltalk zu den Arbeitswelten der Zukunft im Net Zero Valley Lausitz lud alle Gäste zum Austausch ein.
Im Gespräch mit Moderatorin Katrin Meusinger (Silicon Saxony e.V.) diskutierten Matthias Loehr (DGB), Prof. Dr.-Ing. Julia Zähr, Mohammad Ehsan Matour und Robert Eckardt von der Hochschule Mittweida, die Netzwerkpartner Claudia Graf-Pfohl (ATB gGmbH) und Jörg Engelmann (GVFB Elsterwerda), Dr.-Ing. habil. Roberto Kockrow (BTU Cottbus-Senftenberg) sowie die Unternehmensvertreter Dr. Sebastian Junghans (Implix GmbH) und Dr. Jörg Nagel (uesa GmbH) über die Anforderungen einer zunehmend digitalisierten und nachhaltigen Arbeitswelt.
Dabei wurde deutlich, dass technologische Innovation nur dann erfolgreich sein kann, wenn Beschäftigte frühzeitig eingebunden werden und digitale Werkzeuge für sie einen konkreten Nutzen und Mehrwert im Arbeitsalltag schaffen. Ebenso wurde die Bedeutung regionaler Netzwerke hervorgehoben, die Austausche zu Good Practices ermöglichen.
PAL erleben: Forschung zum Anfassen
Am Nachmittag stand die PAL-Ausstellung im Mittelpunkt. Forschende und Unternehmensvertreter:innen präsentierten Demonstratoren, Praxislösungen und Erfahrungen aus den 13 Reallaboren. Die Teilnehmenden konnten mit den Projektbeteiligten zu unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten intelligenter Assistenzsysteme ins Gespräch kommen. Ergänzend führte Tina Wundke (bsw) kurze Interviews mit ausgewählten Projektbeteiligten, die Einblicke in die entwickelten Lösungen, deren praktische Anwendung und die Erfahrungen aus der Projektarbeit gaben. Die Themen der einzelnen Stände sind im Programmheft erläutert.
Programmheft (PDF)
Wissen wirkt weiter
Die Veranstaltung war gleichzeitig auch ein wichtiger Schritt für die Weiterführung des Kompetenzzentrums. Projektleiter Prof. Dr.-Ing. Leif Goldhahn von der Hochschule Mittweida richtete den Blick nach vorn und stellte den neu gegründeten PAL-Verein vor, der den erfolgreichen Wissenstransfer und die Vernetzung über die Projektlaufzeit hinaus sichern soll. Der Verein bietet Unternehmen, Institutionen und Forschenden künftig eine Plattform, um gemeinsam an den Themen der Arbeitswelt von morgen weiterzuarbeiten.
Nachhaltig nutzbar bleiben auch die im Projekt entstandenen PAL-Leitfäden, die Unternehmen konkrete Handlungsempfehlungen und erprobte Vorgehensweisen für die Einführung datenbasierter Assistenzsysteme und den Einsatz von KI in der Praxis an die Hand geben.
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© Josephine Stempfhuber, Andreas Franke, Leon.Pictures
